Dichtigkeitsprüfung


Wie funktioniert eine Kläranlage?!

Posted in dichtigkeitsprüfung,Kläranlage by dichtigkeitspruefung on December 15, 2009
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Die Vorraussetzung einer Abwasserbehandlung ist das zugeflossene Abwasser in einem Kanalnetz. Dieses Abwasser kommt durch die Kläranlage zustande.
Eine Kläranlage besteht aus mehreren Stufen:

Stufe 1 – Die Reinigungsstufe auch mechanische Abwasserreinigung genannt
Bei dieser Stufe werden ca. 30 Prozent der Schmutzstoffe dem Abwasser durch Rechen, Sandfang und Vorklärbecken entzogen.

Rechen: Das sind diese großen haken, welche den Schmutz vor dem Abfall bzw. vor der „weiterfahrt“ aufhalten und stoppen.

Sandfang: Ist ein Becken oder eine Seeartige Erweiterung sowie Vertiefung eines Gewässers, welches ständig durchflossen wird.

Vorklärbecken: Ist ein Teil der gesamten Kläranlage und dient der mechanischen Reinigung.

Faulturm: Hierbei handelt es sich um ein Turmartiges Gebäude. Diese Turmartigen Behälter kontrollieren die gesteuerte Durchführung der anaerober Abbauprozesse.

Vorgehensweise:
Zuerst fließt das Abwasser durch einen Rechen, diese Reche fängt Papier, Flaschen, Äste und sonstigen Müll ab. Dieser Restmüll wird von einem automatischen Abstreifer entfernt.
Als nächstes verbreitet sich der Abflusskanal im Sandfang. Hier nimmt die Fliessgeschwindigkeit ab. Des Weiteren werden grobe mineralische Sinkstoffe wie z.B. Kies und Sand, welche sich am Boden ablagern beseitigt.
Anschließend wird das Wasser für etwas 2 Stunden im Vorklärbecken zurückgehalten.
Der Sinn des Vorklärbeckens: Hier werden feine Schwimm und Schwebestoffe gesammelt, welche sich dann am Boden als Schlamm absetzen. Dieser Schlamm wird abgesaugt, eingedickt und ferner in einen Faulturm befördert. Dabei wird Stufe 1 von Stufe 2 abgelöst.

Stufe 2 – Die biologische Abwasserreinigung
Belebungsbecken bzw: Belebtschlammverfahren: Ist ein verfahren zur biologischen Abwasserreinigung in Kläranlagen. Hierbei wird das meist kommunale Abwasser durch die Stoffwechsel-Aktivität von Mikroorganismen von organischen Verunreinigungen gereinigt.
Nach der Filterung werden Grobanteile entwässert, separiert und verbrannt.

Nachklärbecken: Ist quasi die letzte Stufe der Abwasserreinigungsanlagen. Sie haben die zentrale Aufgabe die Reinigungsleistung von Kläranlagen zu vollenden. Des Weiteren sind Nachklärbecken Bestandteil von Belebungsbecken.

Eindicker: Ist eine Anlage zur Trennung von Wasser aus Schlämmen zur „Eindickung“ des Schlamms und Reduktion des Schlammvolumens.

Vorgehensweise:
In der biologischen Abwassereinigung wird das vorgereinigte Abwasser aus der Vorklärung eingeleitet.
Der natürliche Vorgang findet in einem Belebungsbecken statt.
Zusammengesetzt wird das Belebungsbecken aus Sauerstoffzufuhren die aus Lebensbedingungen für Kleinlebewesen entstehen.
Diese sind in der Lage gelöste organische Abwasserstoffe in Verbindung mit Luftsauerstoff als Nahrung aufzunehmen und in anorganische Verbindungen wie Kohlendioxid, Wasser und Salz umzuwandeln. Durch Schlammbildung werden diese Verbindungen vermehrt.
Nach einiger Zeit wird das Schlamm-Wasser-gemisch in das Nachklärbecken geleitet.
Die so genannten Schlammflocken sinken in das Nachklärbecken zu Boden und werden ggf. noch einmal in das Belebungsbecken zurück gepumpt oder direkt zur Schlammbeseitigung in den Eindicker weitergeleitet. Nach dem mechanischen und biologischen Vorgang ist das Abwasser jetzt um ca. 90% von biologischen abbaubaren Stoffen gereinigt.

Stufe 3 – Die Phosphatentfernung
Da Abwässer Phosphat und Stickstoffverbindungen enthalten, wird das Gewässer ebenfalls noch verunreinigt. Aus diesem Grund ist eine Abwasserreinigungsstufe von Nöten.

Dieses phosphathaltige Abwasser gelangt aus dem Nachklärbecken vorerst in ein Flockungsbecken. Unter starker Durchmischung in der Fällmitteldosierstation wird gleichzeitig ein Fällmittel mit untergemischt.
Ferner wird der Restschmutz heraus fokussiert so dass sich der Schlamm, welcher eingedickt dem Faulturm zugeführt wird sich im Nachklärbecken absetzen kann.
Bezeichnet wird dieser Vorgang als Nachfällung, er beinhaltet die chemische Reinigung.

Primär wird heutzutage bei der Abwassertechnik auf das biologische Verfahren zur Verminderung des Phosphats im Abwasser gesetzt. Dabei kann die Zugabe von Fällungschemikalien sehr gut eingeschränkt werden.

Die Entfernung von Stickstoffverbindungen wird ebenfalls in dieser Reinigungsstufe eingebunden. Bei dieser Entfernung wird das Belebtschlammbecken in unterschiedlichen Sauerstoffgehalte Zonen aufgeteilt.

In der sauerstoffreichen Zone werden die Amoniumverbindungen in Nitrat übergeführt.
Für die eigentliche Stickstoffentfernung wird das Nitrat in sauerstoffarmen Zonen mikrobiologisch zu Luftstickstoff veratmet, was wiederum bedeutet, dass es entweicht.
Bei diesen Abwasserbelastungen ist eine Filtration notwenig.

Das gereinigte Wasser kann jetzt endlich in den Vorfluter weitergeleitet werden.

Vorfluter: ist eine At Gerinne, in denen Wasser von Abwasser, Regenwasser oder Drainagewasser in ein Gewässer abfließen kann.

Die Letzte und somit der vollendete Prozess – Die Schlammbehandlung und Beseitigung
Der angesammelte Schlamm besitzt etwa ein Wassergehalt von 98 Prozent.
Durch die Hilfe von Eindickern wird die vorhandene Prozentzahl auf 96 Prozent gesenkt und dadurch wird das Volumen halbiert.

Ferner wird der bereits erwähnte Schlamm in ein Faulbehälter befördert, wo er unter Luftabschluss Fäulnisbakterien in einem Gärprozess bei 35 Grad in ein Faulgas erzeugt.
Dieses Gas besteht zu zwei Drittel aus Methan und zu einem Drittel aus Kohlendioxid.
Dieses Gas kann man, wenn man möchte in einem Behälter speichern. Das gespeicherte Gas wird zur Deckung des Energiebedarfs der Kläranlage verwendet.
Nach circa 4 Wochen ist der Schlamm so ausgefault und geruchslos, dass er entweder maschinell durch filtrieren, beim Zentrifugieren oder auf natürliche Weise in Trockenbeeten entwässert werden kann.

Enthält der Schlamm eine geringe Anzahl von Schwermetallen, kann dieser zur Bodenverbesserung in der Landschaft verwendet werden. Ebenfalls wird er in unter anderem auch in Wärmekraftwerken mit oder ohne Hausmüll verbrannt.

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