Dichtigkeitsprüfung


Rohrsanierung am Abend

Posted in Dichtheitsprüfung,dichtigkeitsprüfung,Internet,kanalsanierung by dichtigkeitspruefung on June 10, 2010

Sachen gibts,

nachdem ich gestern abend von der arbeit kam, war ich erstmal völlig geschockt, da ein Rohr bei mir gebrochen war. Sodass ich erstmal nicht wusste was ich machen sollte. Nach einer kurzen recherche hab ich dann doch noch ein Rohrsanierer in meiner nähe gefunden, der einen 24 stunden Service hatte. Sie waren sofort da und es haben es sowas von schnell erledigt.

ich bin völlig begeistert. villt habt jmd auch mal das problem!?

lg

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hausanschluss – dicht – wie dichtigkeitsprüfung

Posted in dichtigkeitsprüfung,Internet by dichtigkeitspruefung on March 23, 2010
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Im Internet habe ich ein Schaubild bzgl. eines Ablaufes einer Dichtigkeitpruefung gefunden.

Quelle: google.de
Image angepasst: Jaro H.

"dichtigkeitspruefung ablau","Dichtigkeitspruefung Struktur"

dichtigkeitsprüfung nun doch 2016 anstatt 2015 ?

Posted in dichtigkeitsprüfung,Internet by dichtigkeitspruefung on February 17, 2010
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Im beitrag las ich folgendes:

Langsam spricht es sich herum: Spätestens ab 2016 müssen alle Immobilienbesitzer auf Anfrage umgehend nachweisen können, dass ihre Abwasserleitungen dicht sind.
Darum wurde in der Deutschen Industrienorm (DIN) 1986 Teil 30 festgelegt, dass spätestens bis zum 31.12.2015 für jedes Grundstück der Nachweis einer Dichtheitsprüfung der Abwasser- Leitungen vorliegen muss.
Auch das Wasserhaushaltsgesetz (§ 18b WHG) schreibt vor, dass Betriebe ihre Abwasserleitungen regelmäßig auf Dichtheit kontrollieren lassen müssen. Die ist von einem anerkannten Fachbetrieb durchzuführen und der Nachweis durch den Betreiber bei der zuständigen Behörde einzureichen.
Auf die maroden Rohrsysteme haben auch die Gebäudeversicherer regiert. Sie gehen dazu über, ältere Rohre nur noch dann zu versichern, wenn ein Dichtheitsnachweis — nicht älter als 5 Jahre — vorgelegt wird. So der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in einer ersten Stellungnahme.

Wissenswertes zur Dichtheitsprüfung!

Dichtheitsprüfung: Vorarbeiten notwendig
Der Verfahrensablauf einer Dichtheitsprüfung findet normalerweise in drei Schritten statt: Reinigung, TV-Inspektion und schließlich die eigentliche Dichtheitsprüfung mit Wasser oder Luft.

Nach der Reinigung des Leitungsnetzes kann die TV-Inspektion der Abwasseranlage erfolgen. Schon dieser Arbeitsschritt liefert unter Umständen stichhaltige Anhaltspunkte zur Undichtigkeit einer Abwasseranlage.

Sollte die TV-Inspektion Schäden wie Rohrbruch, Boden sichtbar, eindringendes Bodenmaterial oder Infiltration ans Tageslicht fördern, ist die Sanierung der Anlage unumgänglich. Eine Dichtheitsprüfung ist zu diesem Zeitpunkte überflüssig, da schon durch die TV-Inspektion eine Undichtheit festgestellt wurde. In diesem Fall wird erst nach der Sanierung der Abwasseranlage die Dichtheitsprüfung als abschließender Check durchgeführt.

Reinigung: Mit „Hochdruck“ durch die Leitungen

Bevor es ans „Eingemachte“ – sprich TV-Inspektion und Dichtheitsprüfung – geht, müssen Leitungen und Schächte gründlich gereinigt werden. Lose Ablagerungen und ausgehärtetes Fett können die Sicht der Kamera behindern und dazu führen, dass Schäden nicht erkannt oder falsch eingeschätzt werden. Unter Umständen kommt die Kamera durch die Ablagerungen nicht weiter und die TV-Inspektion muss abgebrochen werden.

Als Reinigungsmethode kommt die Hochdruckspülung zum Einsatz. Der Kanalreiniger dosiert hier den Druck so, dass es zu keinen Schäden an den Leitungen kommt. Bei diesem Vorgehen wird eine kleine Düse an einem Schlauch durch die Leitungen gezogen. Der Wasserstrahl löst Ablagerungen von der Rohrwandung. Diese werden von dem ablaufenden Wasser abgeschwemmt. Das Spülgut wird vom Kanalreiniger entsorgt. Üblicherweise muss dieser Vorgang mehrmals wiederholt werden. Gespült wird in der Regel vom Einsteigschacht oder den Inspektionsöffnungen aus.

Da die Reinigung unmittelbar vor der TV-Inspektion und Dichtheitsprüfung stattfinden muss, sollten die Arbeiten genau aufeinander abgestimmt sein.

TV-Inspektion: Reise in die „Unterwelt“

Vor der Dichtigkeitsprüfung von privaten Abwasserleitungen und -schächten steht eine “Entdeckungstour in die Unterwelt”. Mittels einer TV-Kamera oder, wenn möglich, per Augenschein werden Leitungen und Schächte auf eventuelle Schäden untersucht. Zugleich erfolgt eine Überprüfung des Leitungsverlaufs, wenn darüber keine detaillierten Informationen vorliegen.

Die TV-Inspektion dient u. a. dazu, die Leitungslängen und die Nennweiten zu bestimmen. Diese Daten werden für die Ermittlung der Grenzwerte bei der Dichtheitsprüfung benötigt

Mit Hilfe der Ergebnisse der TV-Inspektion kann ein kostengünstiges und langfristig tragbares Sanierungskonzept erstellt werden.

Sollte schon bei der TV-Inspektion erkannt werden, dass z. B. Grundwasser in die Leitungen eindringt, kann auf die Dichtigkeitsprüfung verzichtet werden. Stattdessen sollte die Abwasseranlage gleich saniert werden, um Kosten zu sparen.

Dichtheitsprüfung mit Wasser: Verschiedene Methoden

Abwasseranlagen von Altbauten werden in der Regel mit Wasser auf ihre Dichtheit geprüft. Im Gegensatz zur Luftprüfung bietet der Check mit Wasser den Vorteil, dass gleich ein Urteil über den Grad der Undichtheit abgeben werden kann, wenn Mängel festgestellt werden. Diese Information ist wichtig für die Wahl der Sanierungsverfahren.

Zwei Methoden werden eingesetzt: die Wasserfüllstandsprüfung und die Wasserdruckprüfung.

Bei der Wasserfüllstandsprüfung sperrt der Sachkundige die Grundleitung mit einer Blase ab. Die Leitung wird anschließend bis zur Oberkante des tiefsten Entwässerungsgegenstandes,
z. B. einem Bodenablauf, oder bis zur Unterkante der Reinigungsöffnung in der Fallleitung mit Wasser aufgefüllt. Sinkt der Wasserstand z. B. im Bodenablauf ab, ist die Leitung undicht. Gewisse Wasserverluste sind erlaubt. Der Sachkundige füllt den Bodenablauf bis zum Ende der Prüfzeit immer wieder auf und misst die zugegebene Wassermenge. Wenn mehr Wasser als erlaubt zugegeben werden muss, ist die Dichtheitsprüfung nicht bestanden. Hausbesitzer können bei dieser Überprüfung durch die Beobachtung des Wasserspiegels selbst Anhaltspunkte über die Dichtheit ihrer Leitungen erhalten.

Als Alternative kommt die Wasserdruckprüfung zum Einsatz, bei der ein geringer Überdruck (50 Zentimeter über dem Rohrscheitel) aufgebaut wird.

Bei Neubauten und Abwasseranlagen in den Wasserschutzzonen I und II gelten höhere Anforderungen an die Prüfungen, z. B. an die Prüfzeit. Die Prüfkriterien können unter DIN 1986-30:2003-02 (Altbauten) und in DIN EN 1610:1997-10 (Neubauten, Gebäude in Wasserschutzzone I und II) nachgelesen werden.

Prüfung mit Luft: Einsatz in Neubauten

Die Luftprüfung kommt in erster Linie bei Neubauten zum Einsatz, da dort gute Absperrmöglichkeiten im Leitungsnetz vorhanden sind – ältere Gebäude bieten diese häufig nicht.

Hierbei werden die Abwasserleitungen an allen Einleitungsstellen abgedichtet und mit Luftdruck beaufschlagt.
Im Gegensatz zur Prüfung mit Wasser beansprucht der Check mit Luft weniger Zeit

Allerdings können hier keine abschließenden Aussagen zum Grad der Undichtigkeit getroffen werden, da die Luft sehr schnell entweicht, wenn die Leitungen undicht sind. Zudem besteht die Gefahr eines fälschlicherweise negativen Testergebnisses, wenn die Dichtelemente z. B. durch Ablagerungen in den Leitungen nicht vollständig abdichten.

Der Sachkundige ermittelt u. a. in Abhängigkeit des Rohrdurchmessers die Prüfzeit und den zulässigen Druckverlust. Wenn der Druckverlust in einem bestimmten Zeitraum unterhalb des zulässigen Werts bleibt, ist das Grundleitungsnetz dicht.

Weitere Informationen zu den Prüfkriterien sind in DIN EN 1610:1997-10 und im ATV-DVWK M143 Teil 6 nachzulesen.

Aus sicherheitstechnischen Bestimmungen werden Schächte und Inspektionsöffnungen nur mit Wasser auf ihre Dichtheit überprüft.

Die Kosten für Reinigung, TV-Inspektion und Dichtheitsprüfung sind abhängig von den Faktoren Leitungslänge, Rohrdurchmesser, Verzweigungsgrad unter der Bodenplatte, Zugangsmöglichkeiten für das Einbringen der Prüfgeräte, Anzahl der Einstiegsschächte und Inspektionsöffnungen und Reinigungsaufwand.

Quelle: wegweiser

Ich dachte, daß die dichtigkeitspruefung bis 2015 vollendet sein muss?

naja, was soll man schon vom staat denken, wenn er eh nie weiss was er will. typisch deutsche regierung und deren Gesetze!

Dichtigkeitsprüfung in NRW

Posted in artikel,dichtigkeitsprüfung,Internet,kanalsanierung,Kläranlage by dichtigkeitspruefung on January 25, 2010
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Land NRW verlangt Dichtheitskontrolle / Grundstückseigentümer zahlen.
Nach § 45 Absatz 4 der Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) muss jede private Abwasserleitung auf Dichtheit bis zum Jahre 2015 abgenommen sein.

Mindener Initiative (MI) will Anschlusskosten der Abwasserleitungen für Hausbesitzer aufs Grundstück begrenzen
Pressemitteilung vom 04.12.2006 Mindener Tageblatt

Neues von der Kanalsanierung in NRW
Im Allgemeinen herrscht die Ansicht vor, dass die Kosten für die Sanierung des Abwasseranschlusses bis zur Grundstücksgrenze gehen, da der öffentliche Straßenanschluss durch den Erschließungsbeitrag von der Kommune durchgeführt worden ist. Dem ist aber nicht so. 50% der Kommunen, wie zum Beispiel die Stadt Minden haben die Entwässerungssatzungen so eindeutig geregelt, dass Haus- und Grundbesitzer bis zur Einmündung in das öffentliche Netz verantwortlich sind und dafür die Kosten tragen.

Prüfungsvoraussetzungen und -bedingungenDie Durchsetzung dieser Prüfung seitens der Kommunen ist sehr unterschiedlich und viele Bürger haben lediglich in der Zeitung davon Notiz bekommen. Die ersten Erfahrungen haben gezeigt, das Ganze Prüfungsverfahren ist nicht ausgereift. In einer Kommune sei von 12.000 geprüften Anschlüssen nur einer dicht gewesen. Die ersten Schätzungen der Prüfungskosten von ein paar hundert Euro, jetzt mit 500 Euro sind auch nicht realistisch, weil oftmals der Einbau fehlender Kontrollschächte erforderlich sei und dies am Ende auf einen vierstelligen Bereich hinauslaufe.

Fachleute schätzen, dass 70% aller Hausanschlüsse Mängel aufweisen. Hier müssen Grundstückseigentümer tief in die Tasche greifen.

Was wird geprüft? Alle Grundstückseigentümer (egal, ob mit Kanalanschluss oder Kleinkläranlage) müssen die Dichtheit ihrer Hausanschlüsse nachweisen. Alle Kanalleitungen, und dazu gehören auch die auf Privatgrundstücken verlegten Hausanschlussleitungen, müssen dicht sein, damit das Abwasser schadlos zur Kläranlage gelangt. Fließt Abwasser aus der Leitung, kann der Boden verunreinigt und das Grundwasser verseucht werden. Dringt hingegen Fremdwasser in die Leitungen ein, kommt es zu Überlastungen des Kanalnetzes und der Kläranlagen.

Der HausanschlussIn der Regel besteht der Hausanschluss aus Grundleitungen, Revisionsschacht Anschlusskanal bis zur Grundstücksgrenze und dann den Anschluss an die Städtische Kanalisation.

In der Regel wird das anfallende Abwasser und Regenwasser im Trennsystem oder Mischsystem zum öffentlichen Kanal zugeleitet und abgeführt.

Trennsystem, bedeutet, wenn Abwasser und Regenwasser getrennt abgeführt werden.

Mischsystem dagegen führt Abwasser und Regenwasser in einem Rohr zur Kanalisation.

Pflichten des Grundstückeigentümers

Nach § 45 der Landesbauordnung in Nordrhein-Westfalen sind Abwasseranlagen so anzuordnen, herzustellen und instand zu halten, dass sie betriebssicher sind. Die Dichtheit der Abwasseranlagen ist vom Eigentümer nachzuweisen. Abwasseranlagen sind nach DIN 1986 Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke herzustellen.

Dichtheitsprüfung ist erforderlich.

Bei Neubauten und bei einer Änderung der Grundstücksentwässerungsanlage ist die Dichtheitsprüfung sofort erforderlich und spätestens nach 20 Jahren zu wiederholen.
Bei bestehenden Hausanschlüssen, spätestens jedoch bis zum 31.12.2015
Liegen Hausanschlüsse innerhalb einer Wasserschutzzone, gelten hier Sonderregelungen. Nach §45(5) BauO NW sollte die Dichtheitsprüfung bis zum 31.12.2005 durchgeführt worden sein. Wir schreiben aber das Jahr 2006.

Prüfungsverfahren nach DIN 1986-30

Dichtheitsprüfung mit Wasser

Die einfachste und auch preiswerteste Dichtheitsprüfung ist die mit Wasser oder Luft. In der Regel erfolgt sie mit Wasser. Nach dem Absperren der Leitung wird das Grundleitungssystem geflutet und über einen bestimmten Zeitabschnitt gehalten und der Wasserverlust gemessen. Die Leitung ist dicht, wenn ein vom Rohrmaterial abhängiger Verlust nicht überschritten wird. Fehlen Absperrmöglichkeiten innerhalb der Grundleitungen sind diese ohne weiteres nachträglich einzubauen. Vorteil dieser Prüfung ist der, man kann in eigener Regie selbst eine Vor-Dichtheitsprüfung durchführen und wenn man dadurch marode Grundleitungen vorfindet, auf teuere Reparaturen gänzlich verzichtet und eine andere Lösung findet.

Mit speziellen Geräten ist auch eine Einzeldichtheitsprüfung der Muffenverbindung möglich.

Dichtheitsprüfung durch Reinigung und Optische Inspektion

Bei dieser Dichtigkeitsprüfung sind Reinigung und optische Nachuntersuchung erforderlich.
Diese Voruntersuchungen erfolgen in der Regel ohne Operationen wie (Aufgrabungen und ohne Eingriff in die Bausubstanz.)

Reinigung

Die Reinigung erfolgt durch den Einsatz von Hochdruck-Spüldüsen und können von beiden Seiten, vom Revisionsschacht oder vom Hauptkanal eingesetzt werden.

Optische TV Inspektion

Ist eine optische Inspektion durchführbar lassen sich Schäden wie eindringendes Grundwasser oder Wurzeleinwuchs nachzuweisen. Inder Regel wie vor problematisch wird es wenn verzweigte Leitungssysteme nicht erreicht werden. Nachteile dieser Inspektionen, undichte Rohrverbindungen wie Muffen werden nicht erkannt.

Mit speziellen Geräten ist auch eine Einzeldichtheitsprüfung der Muffenverbindung möglich.

Schadensfeststellung und Behebung

Die Behebung der festgestellten Schäden ist auch abhängig von der Zugänglichkeit des Hausanschlusses oder der Grundleitungen.

Viele Sanierungen können ohne Aufgrabung der Leitung durchgeführt werden, man nennt es das grabenlose Verfahren. Die Sanierung erfolgt von innen. Hierfür ist die Zugänglichkeit von zwei Seiten erforderlich.

Die Sanierungsmöglichkeiten sind vielseitig wie Einzelschäden von Löchern, Risse und Muffen und sogar von kompletten Leitungen von innen.

Schlauchreliningverfahren (kunstharzgetränkter Gewebeschlauch) und Rohrstrangreliningverfahren (flexibler PE-HD-Schlauch). Dies Verfahren kann allerdings nur bei Rohren mit einem Innendurchmesser DN 125 durchgeführt werden. Der Mindestquerschnitt darf nach DIN 1986 von DN 100 nicht unterschritten werden.

Reparaturen

Bei maroden Grundleitungen unter der Bodenplatte ist es empfehlenswert die Leitungen unterhalb der Kellerdecke neu zu verlegen und mit einem Fallrohr durch die Kellerwand wieder nach draußen zu gehen.

Auch Anschlusskanäle können ohne Aufgrabungen ersetzt werden. Man unterscheidet das Berstlingverfahren und das so genannte Bohrverfahren.

Quelle: bau-doch-selber.de

Abwasserleitung

Abwasserleitung

Nach dem eindeutigen Wortlaut ist ein schriftlicher Antrag lediglich für den Anschluss eines Grundstücks an eine Abwasserleitung zu stellen. Er schließt ein Antragserfordernis für bereits angeschlossene Grundstücke aus. Auch spricht der Zweck des Antrags für eine Begrenzung auf noch nicht angeschlossene Grundstücke. Wie durch die Aufzählung der dem Antrag beizufügenden Unterlagen in § 9 I der Satzung deutlich wird, soll der Antrag zur Beurteilung der Frage dienen, ob der beabsichtigten Anschließung Bedenken entgegenstehen können. Entsprechend diesem Zweck ist in § 9 II bestimmt, dass mit der Ausführung der Arbeiten für die Anschlussleitung erst begonnen werden darf, wenn der Antrag genehmigt worden ist. Hier tritt besonders hervor, dass eine Antragstellung für bereits angeschlossene Grundstücke, bei denen also solche Arbeiten nicht anfallen können, als entbehrlich angesehen worden ist.

Ist nach allem zwischen den Parteien ein formloser Vertrag über die Abwasserbeseitigung zustande gekommen, so ist der Bekl. grundsätzlich auch zur Zahlung eines Baukostenzuschusses verpflichtet.

Die Allgemeinen Bedingungen und auch deren Anlage 2 sind Bestandteil des Abwasserbeseitigungsvertrages. Da § 2 AGBG zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch nicht in Kraft getreten war, ist die Einbeziehung der Allgemeinen Bedingungen in das Vertragsverhältnis danach zu beurteilen, ob der Bekl. vom Vorhandensein dieser Allgemeinen Vertragsbedingungen wusste oder hätte wissen müssen und ob für ihn erkennbar war, dass die Kl. nur unter Einbeziehung der ABB abschließen wollte. Diese Voraussetzungen sind hier erfüllt. Die Kl. hat bereits in der Satzung auf die ABB hingewiesen. Im übrigen ist es allgemein bekannt, dass kommunale Versorgungs- und Entsorgungsunternehmen regelmäßig und ausschließlich auf der Grundlage Allgemeiner Geschäftsbedingungen arbeiten. Die Allgemeinen Bedingungen sind daher stillschweigend in den Vertrag mit einbezogen worden. Das gilt auch, soweit sie die Verpflichtung zur Zahlung von Baukostenzuschüssen zum Inhalt haben.

Der Kl. war es rechtlich auch nicht verwehrt, die Verpflichtung zur Zahlung von Baukostenzuschüssen in die Allgemeinen Bedingungen aufzunehmen. Das Kommunalabgabengesetz für Rheinland-Pfalz sieht wie auch die entsprechenden Gesetze anderer Bundesländer bei einer öffentlichrechtlichen Ausgestaltung der Benutzung öffentlicher Einrichtungen ausdrücklich Beiträge zur Deckung der Kosten für ihre Herstellung und ihren Ausbau vor. Es ist unbedenklich, dass die Kl. durch die Allgemeinen Bedingungen eine nach dem Kommunalabgabengesetz zulässige Maßnahme in entsprechender Weise in das privatrechtliche Benutzungsverhältnis übertragen hat. Die Erhebung von Beiträgen und Baukostenzuschüssen ist zudem allgemein üblich und die Anschlussnehmer müssen damit rechnen.

Die Allgemeinen Bedingungen und ihre Anlage 2, die der Senat hier frei auslegen kann, geben der Kl. jedoch keinen Anspruch auf den noch geltend gemachten Baukostenzuschuss. Dabei kann offen bleiben, ob die Kl. im vorliegenden Fall überhaupt dazu berechtigt gewesen wäre, für den Anschluss von Grundstücken an das Kanalisationssystem nachträglich Baukostenzuschüsse zu fordern.

Nach § 1 I Anlage 2 ABB wird das Entstehen einer Zahlungspflicht daran geknüpft, dass der Anschluss an die Abwasserleitung hergestellt wird. Der von der Kl. zur Berechnung des Baukostenzuschusses herangezogene § 1 III lit. b wie auch lit. a entspricht dieser allgemeinen Regel. Da die Grundstücke des Bekl. bereits vor Inkrafttreten der Satzung und der ABB an die Kanalisation angeschlossen waren, hat für ihn eine Zahlungspflicht nach diesen Bestimmungen nicht entstehen können. Der Bekl. ist jedoch verpflichtet, wegen des von der Kl. vorgenommenen Anschlusses der Abwasserleitungen an die Gesamtkläranlage zu berechnenden Baukostenzuschuss zu zahlen.

Aus dem Gesamtzusammenhang der Tatbestände des § 1 III lit. a bis c Anlage 2 ABB lässt sich eine zusätzliche Zahlungsverpflichtung des Bekl. nicht entnehmen. Daraus ergibt sich zwar der Ausgangspunkt der Satzung, dass für Grundstücke, die an eine Abwasserleitung mit Gesamtkläranlage angeschlossen sind, entweder durch Erfüllung der Voraussetzungen des § 1 III lit. b oder des § 1 III lit. a und c Anlage 2 ABB insgesamt ein Baukostenzuschuss angefallen ist, der sich aus einem Grundbetrag von 1000 DM und 2 DM/qm Grundstücksfläche zusammensetzt. Da nach dem Wortlaut des § 1 Anlage 2 ABB aber nur auf Anschlüsse abgehoben wird, die erst unter der Geltung der Allgemeinen Bedingungen hergestellt worden sind und eine Übergangsregelung für bereits früher erstellte Anschlüsse fehlt, besagen diese dem § 1 Anlage 2 ABB zugrunde liegenden Vorstellungen für den hier zu entscheidenden Fall nichts. Die fehlende Übergangsregelung kann — da verschiedene rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten in Betracht kommen — auch nicht im Wege einer ergänzenden Vertragsauslegung gewonnen werden.

Aus dem Gesamtzusammenhang der Tatbestände des § 1 III lit. a bis c Anlage 2 ABB lässt sich eine zusätzliche Zahlungsverpflichtung des Bekl. nicht entnehmen. Daraus ergibt sich zwar der Ausgangspunkt der Satzung, dass für Grundstücke, die an eine Abwasserleitung mit Gesamtkläranlage angeschlossen sind, entweder durch Erfüllung der Voraussetzungen des § 1 III lit. b oder des § 1 III lit. a und c Anlage 2 ABB insgesamt ein Baukostenzuschuss angefallen ist, der sich aus einem Grundbetrag von 1000 DM und 2 DM/qm Grundstücksfläche zusammensetzt. Da nach dem Wortlaut des § 1 Anlage 2 ABB aber nur auf Anschlüsse abgehoben wird, die erst unter der Geltung der Allgemeinen Bedingungen hergestellt worden sind und eine Übergangsregelung für bereits früher erstellte Anschlüsse fehlt, besagen diese dem § 1 Anlage 2 ABB zugrunde liegenden Vorstellungen für den hier zu entscheidenden Fall nichts. Die fehlende Übergangsregelung kann — da verschiedene rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten in Betracht kommen — auch nicht im Wege einer ergänzenden Vertragsauslegung gewonnen werden. Zudem oblag es der Kl. als Verwender der ABB eindeutige und umfassende Regelungen zu treffen. Unklarheiten und Unvollständigkeiten gehen zu ihren Lasten.

Dichtigkeitsprüfung für dich!?

Posted in dichtigkeitsprüfung,Internet,selbst verfasst by dichtigkeitspruefung on January 7, 2010
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Dichtigkeitsprüfung für dich?

Im Internet kursieren mehrere Portale über das große Thema „Dichtigkeitsprüfung“.
Doch es gibt nur wenige, welche auch seriös sind und ihr Aufgabe wirklich in die Tat umsetzen.

Das Portal www.Dichtigkeitsprüfung4you.de befasst sich nicht nur mit Dichtigkeitsprüfung, sondern auch mit Hausanschluss, Kanalsanierung und Dichtheitsprüfung.

Zu Beginn wird der Interessent über die gesetzlichen Vorschriften der einzelnen Bundesländer informiert. Dies ist aus dem Grund schon wichtig, da „Bundesweit nach § 18 b Wasserhaushaltsgesetz in Verbindung mit DIN 1986 – 30 eine Erstprüfung sämtlicher Grundstücksentwässerungsleitungen und Schächte bis spätestens 31.12. 2015 durchzuführen” ist.

Durch diese Änderung hat das Bundesland NRW einen Sonderfall.
“ die nordrhein-westfälische Rechtslage hat sich mit Wirkung zum 31.12.2007 grundlegend geändert.“
(Quelle: Dichtigkeitsprüfung4you.de)

Auch hier gibt es immer mehrere Streit und Kritikpunkte, wer nun für wen zuständig ist.

Sollten sie jedoch keine passende Antwort finden oder den Überblick verlieren, bietet Dichtigkeitsprüfung4you die Möglichkeit an, ihnen sofort zu helfen.

“ Suchen Sie einen kompetenten Fachmann? Dann senden Sie uns eine Email und wir werden Ihnen den entsprechenden kompetenten zuverlässigen Partner benennen.“

Auf das Thema Kanalsanierung wird ebenfalls eingegangen.
Das Portal erklärt die verschiedenen Verfahren und Vorgehensweisen.
Diese Informationen finden Sie unter Kanalsanierung wieder.

Das schlichte Design ermöglicht eine schnelle Übersicht, so dass das was man sucht, sofort gefunden werden kann. Unter dem Punkt „wichtige Fragen“ hat der Interessent ebenfalls die Möglichkeit sich noch über die sieben wichtigsten Fragen zum Thema Dichtheitsprüfung und der Kanalsanierung zu informieren.

Dichtigkeitsprüfung

Posted in dichtigkeitsprüfung,Internet,kanalsanierung by dichtigkeitspruefung on December 23, 2009
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Verbesserte Absetzbarkeit mit bis zu 4000 Euro vom Staat
Die Absetzbarkeit von Handwerksleistungen wird nach dem neuen § 35a Absatz 2 EStG von 20 % von 3.000 Euro (= 600 Euro) auf 20 % von 20.000 Euro (= 4.000 Euro angehoben).
Verfasst von DiCheck Team am 17.08.2009 um 11:45:00 Uhr
Eine Neuregelung bei Handwerkerleistungen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit in Haushalten sieht eine bessere Absetzbarkeit von Reinigungsdienstleistungen vor. Für Privathaushalte bedeutet das, dass die Beauftragung einer Firma nunmehr kaum noch teurer ist, als die Ausführung der Reinigungsarbeiten in unversteuerter Schwarzarbeit.

mehr auf dichtigkeitsprüfung-24.de

Dichtigkeitsprüfung

Dichtigkeitsprüfung? – Portal 1.

Wie jeder Grundsstückbesitzer oder Vermieter bereits erfahren hat, veranlasst die Landesbauordnung NRW, dass jeder Hauseigentümer bis zum 31.12. 2015 eine Zustandsuntersuchung mit Hilfe einer Kamerainspektion nachweisen muss, dass die vorhandenen Abwasserleitungen dicht sind.

Die Pflicht der Überprüfung von privaten Grundstückentwässerungsanlagen wurde 1995 in der Bundesrepublik Deutschland nach der DIN 1986 Teil 30 festgelegt:

“Abwasseranlagen bzw. Grundstückentwässerungsanlagen §18b Wasserhaushaltsgesetz im Verbindung mit §34 Landeswassergesetz müssen nach allgemeinen anerkannten Regeln der Technik, wie z.B. DIN-Normen errichtet und betrieben werden. …“

Betroffen für die Durchführung einer Dichtigkeitsprüfung sind einmal die Neubauten von Hausanschlüssen nach der Einrichtung. Diese Prüfung muss dann erst nach 20 Jahren noch einmal wiederholt werden.

Ebenso betroffen sind bestehende Hausanschlüsse, bei denen eine oder keine Änderung sowie einer Erweiterung mit mehr als 50 Prozent der Grundstückentwässerungsanlage vorgenommen wurde.

Diese Prüfung wurde gesetzliche festgelegt und ist damit ein muss.
Anlass für eine Dichtigkeitsprüfung ist die Hohe Prozentzahl der Schäden von Hausanschlüssen und defekten Kanälen, welche bei circa 20 Prozent in Deutschland liegt. Davon abgesehen ist eine Dichtigkeitsprüfung kostengünstiger durchzuführen, als bei einem Rohrbuch den kompletten Schaden zu finanzieren.

Um sich ausgiebig um das Thema Dichtigkeitsprüfung zu informieren hat das DiCHECK-Team ein Informationsportal rund um das Thema „Dichtigkeitsprüfung“ gelauncht.
Der Besucher, egal ob Hauseigentümer oder Interessent wird auf diesem Portal mit kompetenten, informativen sowie hilfreichen Informationen informiert.
Dort wird genau erklärt wobei es sich bei einer Dichtigkeitsprüfung handelt.
Dem Leser wird mitgeteilt wie genau so eine Dichtigkeitsprüfung funktioniert und welche Aufgaben sie hat.

Ferner klärt DiCheck über die Vorgehensweise der Dichtigkeitsprüfung auf.
Das Dichtigkeitsprüfung-Portal behandelt sekundär auch das Thema „Kanalisierung“, welches über ein großes Reportoir mit ausführlichen Informationen verfügt.

Einen Einblick in die Gesetzeslage steht ebenfalls zur Verfügung. Zu beiden Kategorien spielen Gesetze und Kosten ebenfalls eine große Rolle, welche über das übersichtliche Menü schnell gefunden und somit beantwortet werden kann.
Zum Beispiel teilt DiCheck den Interessenten mit, dass eine bessere Absetzbarkeit von Reinigungsdienstleistungen möglich ist.
“Dichtigkeitsprüfung von der Steuer absetzen und bis zu 4.000 Euro sparen!“

Dichtigkeitsprüfung – DiCheck

Posted in dichtigkeitsprüfung,Internet,kanalsanierung by dichtigkeitspruefung on December 17, 2009
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DiCheck – Das neue Dichtigkeitsprüfungs-Portal im World Wide Web

Der Ein oder andere wird die Seite schon vom Hören und Sagen kennen, jedoch glänzt der neue Relaunch mit glamourösen Kompetenzen.

Interessenten können sich Rund um das Thema Dichtigkeitsprüfung und deren Verwandte, wie zum Beispiel Kanalsanierung ausgiebig informieren.
Ferner informiert dieses Portal, über die Gesetze, welche bei einer Dichtigkeitsprüfung von Nöten und zu beachten sind. Dort werden alle wichtigen Fragen zur neuen Gesetzlichen Grundlage beantwortet.

Bundesweit etablierte sich das Gesetz (Stand 1995) für eine Dichtigkeitsprüfung nach § 18 b – Wasserhaushaltsgesetz in Verbindung mit DIN 1986 Teil 30: Instandhaltung mit der Anweisung eine private Prüfung von Grund oder Hausanschlüsse sowie Kanäle bis spätestens 31.12.2015 durchzuführen. Eine präzise Antwort über die Bundesweiten Gesetze und der Änderungen finden Sie ebenfalls auf DiCheck.

Da die Kanalsanierung ebenfalls ein wichtiger Aspekt der Dichtigkeitsprüfung ist, verweist das Portal ebenfalls auf die Instandhaltung des Kanalsystems auf die zweite Hauptkategorie „Kanalsanierung“ hin. Auch hier findet man dementsprechende Informationen, welche

DiCheck – was im übrigem ein Handwerkliches zertifiziertes Unternehmen ist, bietet nicht nur grandiose Texte mit qualitativen Inhalten an, sondern blendet auch mit Bildern, welche für eine genaure Vorstellung zum Verständnis dient.

Wer nun den Eindruck von zwei festgelegten Themen hat, liegt nicht ganz richtig.
Was nützt einem ein hilfreiches Know-How mit Informationen, wenn man nicht mit der Zeit geht und dementsprechend auf dem Stand der Dinge und der Tatsachen bescheit weiß?
Aus diesem Grund wird der Interessent auch über aktuelle Standarte und Neuigkeiten z.B. vom Staat bezüglich seiner Thematik informiert.

Sollte die eine oder andere Frage nicht beantwortet sein, kann man sich problemlos an den Support wenden.

Kanalsanierung ohne Bagger und Schaufel

Posted in artikel,Internet by dichtigkeitspruefung on December 14, 2009
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Straßen und Wege gehören zum gewohnten Erscheinungsbild jeder Stadt. Das unterirdische Netz von Abwasserleitungen indes schlummert buchstäblich im verborgenen. Dabei kommen in Deutschland statistisch gesehen auf einen Kilometer Straße zwei Kilometer Kanäle (Städtisches Kanalnetz Deutschland: 450000 km, Straßennetz 231359 km). Schlaglöcher erkennt man. Undichtigkeiten im Kanalnetz mit womöglich belastenden Umweltauswirkungen dagegen treten nur selten offen zu Tage. So unterliegen die Kommunen gesetzlich einer Selbstüberwachungs- und Instandhaltungspflicht. Erfahrungswerte zeigen, dass im Schnitt etwa 15 Prozent der Abwasserleitungen Undichtigkeiten aufweisen.

Bauingenieur Michael Deppe ist bei der Stadt Meinerzhagen für den Bereich Kanalunterhaltung zuständig. Bezüglich des Verhältnisses Straße/Kanal stellt sich die örtliche Situation etwas anders dar als im Bundesdurchschnitt, weil Meinerzhagen eine Flächengemeinde ist. Die Summe der Länge aller städtischen Straßen beträgt ca. 210 km. Das Kanalnetz hat dahingegen “nur” eine Länge von ca. 170 km. Betrachtet man nur die städtischen Straßen, welche mit Kanälen “ausgestattet” sind, sind es in der Summe ca. 100 km. Ihrer Überwachungspflicht kommt die Volmestadt nach, indem im Schnitt jährlich etwa 10 Prozent des städtischen Abwassernetzes durch die Durchfahrung mit TV-Kameras auf Schäden untersucht werden. Ausgehend von den dabei ermittelten Befunden und ihrer Dringlichkeit wird jährlich eine Liste mit Sanierungsmaßnahmen abgearbeitet. Im zu Ende gehenden Jahr 2009 umfasste dieses Programm acht größere Maßnahmen. Im städtischen Haushalt wurden dafür 400000 Euro bereitgestellt.

Ein mittlerweile bewährtes neues technisches Verfahren hilft der Stadt, derartige Maßnahmen deutlich kostengünstiger und vor allem auch unproblematischer von der Abwicklung her durchzuführen: Seit 2003 kommt in Meinerzhagen bevorzugt das sogenannte Inline-Verfahren, oder auch Schlauch-Relining genannt, zur Anwendung. Mit dieser unterirdischen, grabenlosen Methode sind keinerlei Baggerarbeiten oder Erdbewegungen mehr nötig.

“Wir haben jetzt wesentlich kürzere Bauzeiten und beträchtliche Kostenersparnisse”, erläutert Deppe im Gespräch mit der MZ. Am Beispiel einer in dieser Woche an der Ecke Krim durchgeführten Sanierungsmaßnahme lässt sich dieser positive Effekt gut veranschaulichen. Bei der routinemäßigen Kameradurchfahrung waren auf einem Teilstück des von der Gerichtstraße ankommenden, weiter in die Oststraße führenden Hauptsammlers vom Baujahr 1958 mehrere Schäden aufgespürt worden. Die Sanierung in herkömmlicher offener Bauweise hätte nach überschläglicher Kalkulation rund 90000 Euro erfordert – bei einer Bauzeit von mindestens vier Wochen. Dadurch wäre es an diesem neuralgischen innerstädtischen Verkehrsknotenpunkt unweigerlich zu erheblichen Beeinträchtigungen gekommen. Die Stadt schrieb die Maßnahme aus guten Gründen daher in “geschlossener Bauweise” aus. Ein Unternehmen aus dem Rhein-Sieg-Kreis erhielt den Zuschlag und wickelte den Auftrag einschließlich aller Nebenarbeiten in nur drei Tagen ab.

Vereinfacht ausgedrückt erfolgt die Sanierung nach diesem Verfahren wie folgt: Nach der Reinigung des Kanals und der Beseitigung von Hindernissen, wie zum Beispiel Ablagerungen oder einragende Stutzen, wird eine Schutzfolie durch einen Einstiegsschacht in den zu sanierenden Kanal eingezogen. Durch diesen vor mechanischen Beschädigungen geschützt, wird der konfektionierte Inlinerschlauch, der aus Glasfasergewebe besteht und mit lichthärtendem Polyesterharz getränkt ist, mit Hilfe einer Winde vom Start- zum Zielschacht gezogen. Anschließend wird Druckluft durchgeblasen und der Inlineschlauch presst sich formschlüssig an das Altrohr an.

Die Aushärtung erfolgt mittels einer UV-Lichtquelle, die mit einer genau definierten Geschwindigkeit durch den Inliner gezogen wird. Unmittelbar im Anschluss werden die in Betrieb befindlichen Hausanschlüsse und Einläufe wieder aufgeschnitten – im konkreten Fall nach vorheriger exakter Einmessung manuell durch einen Mitarbeiter, der in den sanierten Kanal mit einem maximalen Durchmesser von 90 Zentimetern einstieg. Technisch möglich ist dieser Vorgang auch ferngesteuert mittels Einsatz von Fräsrobotern.

Im Zuge der diesjährigen Kanalsanierung werden insgesamt 650 Meter Kanal mit einem Inliner saniert. Zusätzlich werden 1600 Meter Kanal, welche vereinzelte Schäden aufwiesen, durch Roboter- oder Verpresstechnik oder Partliner (kurze Inliner bis 3 Meter) instandgesetzt

quelle:come-on.de