Dichtigkeitsprüfung


dichtigkeitsprüfung nun doch 2016 anstatt 2015 ?

Posted in dichtigkeitsprüfung,Internet by dichtigkeitspruefung on February 17, 2010
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Im beitrag las ich folgendes:

Langsam spricht es sich herum: Spätestens ab 2016 müssen alle Immobilienbesitzer auf Anfrage umgehend nachweisen können, dass ihre Abwasserleitungen dicht sind.
Darum wurde in der Deutschen Industrienorm (DIN) 1986 Teil 30 festgelegt, dass spätestens bis zum 31.12.2015 für jedes Grundstück der Nachweis einer Dichtheitsprüfung der Abwasser- Leitungen vorliegen muss.
Auch das Wasserhaushaltsgesetz (§ 18b WHG) schreibt vor, dass Betriebe ihre Abwasserleitungen regelmäßig auf Dichtheit kontrollieren lassen müssen. Die ist von einem anerkannten Fachbetrieb durchzuführen und der Nachweis durch den Betreiber bei der zuständigen Behörde einzureichen.
Auf die maroden Rohrsysteme haben auch die Gebäudeversicherer regiert. Sie gehen dazu über, ältere Rohre nur noch dann zu versichern, wenn ein Dichtheitsnachweis — nicht älter als 5 Jahre — vorgelegt wird. So der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in einer ersten Stellungnahme.

Wissenswertes zur Dichtheitsprüfung!

Dichtheitsprüfung: Vorarbeiten notwendig
Der Verfahrensablauf einer Dichtheitsprüfung findet normalerweise in drei Schritten statt: Reinigung, TV-Inspektion und schließlich die eigentliche Dichtheitsprüfung mit Wasser oder Luft.

Nach der Reinigung des Leitungsnetzes kann die TV-Inspektion der Abwasseranlage erfolgen. Schon dieser Arbeitsschritt liefert unter Umständen stichhaltige Anhaltspunkte zur Undichtigkeit einer Abwasseranlage.

Sollte die TV-Inspektion Schäden wie Rohrbruch, Boden sichtbar, eindringendes Bodenmaterial oder Infiltration ans Tageslicht fördern, ist die Sanierung der Anlage unumgänglich. Eine Dichtheitsprüfung ist zu diesem Zeitpunkte überflüssig, da schon durch die TV-Inspektion eine Undichtheit festgestellt wurde. In diesem Fall wird erst nach der Sanierung der Abwasseranlage die Dichtheitsprüfung als abschließender Check durchgeführt.

Reinigung: Mit „Hochdruck“ durch die Leitungen

Bevor es ans „Eingemachte“ – sprich TV-Inspektion und Dichtheitsprüfung – geht, müssen Leitungen und Schächte gründlich gereinigt werden. Lose Ablagerungen und ausgehärtetes Fett können die Sicht der Kamera behindern und dazu führen, dass Schäden nicht erkannt oder falsch eingeschätzt werden. Unter Umständen kommt die Kamera durch die Ablagerungen nicht weiter und die TV-Inspektion muss abgebrochen werden.

Als Reinigungsmethode kommt die Hochdruckspülung zum Einsatz. Der Kanalreiniger dosiert hier den Druck so, dass es zu keinen Schäden an den Leitungen kommt. Bei diesem Vorgehen wird eine kleine Düse an einem Schlauch durch die Leitungen gezogen. Der Wasserstrahl löst Ablagerungen von der Rohrwandung. Diese werden von dem ablaufenden Wasser abgeschwemmt. Das Spülgut wird vom Kanalreiniger entsorgt. Üblicherweise muss dieser Vorgang mehrmals wiederholt werden. Gespült wird in der Regel vom Einsteigschacht oder den Inspektionsöffnungen aus.

Da die Reinigung unmittelbar vor der TV-Inspektion und Dichtheitsprüfung stattfinden muss, sollten die Arbeiten genau aufeinander abgestimmt sein.

TV-Inspektion: Reise in die „Unterwelt“

Vor der Dichtigkeitsprüfung von privaten Abwasserleitungen und -schächten steht eine “Entdeckungstour in die Unterwelt”. Mittels einer TV-Kamera oder, wenn möglich, per Augenschein werden Leitungen und Schächte auf eventuelle Schäden untersucht. Zugleich erfolgt eine Überprüfung des Leitungsverlaufs, wenn darüber keine detaillierten Informationen vorliegen.

Die TV-Inspektion dient u. a. dazu, die Leitungslängen und die Nennweiten zu bestimmen. Diese Daten werden für die Ermittlung der Grenzwerte bei der Dichtheitsprüfung benötigt

Mit Hilfe der Ergebnisse der TV-Inspektion kann ein kostengünstiges und langfristig tragbares Sanierungskonzept erstellt werden.

Sollte schon bei der TV-Inspektion erkannt werden, dass z. B. Grundwasser in die Leitungen eindringt, kann auf die Dichtigkeitsprüfung verzichtet werden. Stattdessen sollte die Abwasseranlage gleich saniert werden, um Kosten zu sparen.

Dichtheitsprüfung mit Wasser: Verschiedene Methoden

Abwasseranlagen von Altbauten werden in der Regel mit Wasser auf ihre Dichtheit geprüft. Im Gegensatz zur Luftprüfung bietet der Check mit Wasser den Vorteil, dass gleich ein Urteil über den Grad der Undichtheit abgeben werden kann, wenn Mängel festgestellt werden. Diese Information ist wichtig für die Wahl der Sanierungsverfahren.

Zwei Methoden werden eingesetzt: die Wasserfüllstandsprüfung und die Wasserdruckprüfung.

Bei der Wasserfüllstandsprüfung sperrt der Sachkundige die Grundleitung mit einer Blase ab. Die Leitung wird anschließend bis zur Oberkante des tiefsten Entwässerungsgegenstandes,
z. B. einem Bodenablauf, oder bis zur Unterkante der Reinigungsöffnung in der Fallleitung mit Wasser aufgefüllt. Sinkt der Wasserstand z. B. im Bodenablauf ab, ist die Leitung undicht. Gewisse Wasserverluste sind erlaubt. Der Sachkundige füllt den Bodenablauf bis zum Ende der Prüfzeit immer wieder auf und misst die zugegebene Wassermenge. Wenn mehr Wasser als erlaubt zugegeben werden muss, ist die Dichtheitsprüfung nicht bestanden. Hausbesitzer können bei dieser Überprüfung durch die Beobachtung des Wasserspiegels selbst Anhaltspunkte über die Dichtheit ihrer Leitungen erhalten.

Als Alternative kommt die Wasserdruckprüfung zum Einsatz, bei der ein geringer Überdruck (50 Zentimeter über dem Rohrscheitel) aufgebaut wird.

Bei Neubauten und Abwasseranlagen in den Wasserschutzzonen I und II gelten höhere Anforderungen an die Prüfungen, z. B. an die Prüfzeit. Die Prüfkriterien können unter DIN 1986-30:2003-02 (Altbauten) und in DIN EN 1610:1997-10 (Neubauten, Gebäude in Wasserschutzzone I und II) nachgelesen werden.

Prüfung mit Luft: Einsatz in Neubauten

Die Luftprüfung kommt in erster Linie bei Neubauten zum Einsatz, da dort gute Absperrmöglichkeiten im Leitungsnetz vorhanden sind – ältere Gebäude bieten diese häufig nicht.

Hierbei werden die Abwasserleitungen an allen Einleitungsstellen abgedichtet und mit Luftdruck beaufschlagt.
Im Gegensatz zur Prüfung mit Wasser beansprucht der Check mit Luft weniger Zeit

Allerdings können hier keine abschließenden Aussagen zum Grad der Undichtigkeit getroffen werden, da die Luft sehr schnell entweicht, wenn die Leitungen undicht sind. Zudem besteht die Gefahr eines fälschlicherweise negativen Testergebnisses, wenn die Dichtelemente z. B. durch Ablagerungen in den Leitungen nicht vollständig abdichten.

Der Sachkundige ermittelt u. a. in Abhängigkeit des Rohrdurchmessers die Prüfzeit und den zulässigen Druckverlust. Wenn der Druckverlust in einem bestimmten Zeitraum unterhalb des zulässigen Werts bleibt, ist das Grundleitungsnetz dicht.

Weitere Informationen zu den Prüfkriterien sind in DIN EN 1610:1997-10 und im ATV-DVWK M143 Teil 6 nachzulesen.

Aus sicherheitstechnischen Bestimmungen werden Schächte und Inspektionsöffnungen nur mit Wasser auf ihre Dichtheit überprüft.

Die Kosten für Reinigung, TV-Inspektion und Dichtheitsprüfung sind abhängig von den Faktoren Leitungslänge, Rohrdurchmesser, Verzweigungsgrad unter der Bodenplatte, Zugangsmöglichkeiten für das Einbringen der Prüfgeräte, Anzahl der Einstiegsschächte und Inspektionsöffnungen und Reinigungsaufwand.

Quelle: wegweiser

Ich dachte, daß die dichtigkeitspruefung bis 2015 vollendet sein muss?

naja, was soll man schon vom staat denken, wenn er eh nie weiss was er will. typisch deutsche regierung und deren Gesetze!

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