Dichtigkeitsprüfung


Was ist eine Dichtheitsprüfung?

Was ist eine Dichtheitsprüfung?

Eine Dichtheitsprüfung unterteilt man in 2 verschiedene Bereiche

Zu einem einmal die Dichtheitsprüfung bzw. die Lecksuche an installierten Systemen wie z.B. Rohrleitungen, Kühlanlagen, Vakuumanlagen, Speichern,…

Zum anderen absolviert man eine Dichtheitsprüfung an Komponenten und Systemen in der Serienproduktion, sprich an Heizkörpern oder Heizkörperelemente, Gaszähler, Kraftstofffilter sowie Kraftstoff-Behälter, Bremsleitungen, Leichtmetallräder, Einspritzpumpengehäuse und und und und…

Wichtig für diesen Schritt sind auch die Anforderungen und die Randbedingungen. Nicht zu vergessen, gilt für jeden Anwendungsfall eine sorgfältige Prüfung. Diese Prüfung wird benötigt um zu erfahren, welche Prüftechnik für diese Dichtheitsprüfung angewendet wird.

Welche Prüfungen gibt es?

Werker-Wasserbad-Prüfung bzw. der Blasentest
Die Werker-Wasserbad-Prüfung ist eine der ältesten und heute noch am meisten verbreitete Technik zur Dichtheitsprüfung. Unter anderem wird diese Technik auch in der Serienproduktion als „Fahrradschlauch-Methode“ betitelt.

Das zu prüfende Objekt wird abgedichtet, ferner mit Über/Druck beaufschlagt und anschließend in ein Wasserbecken getaucht. Kommt eine Luftblasenbildung hervor, so weiß man, dass ein Leck existiert. Diese Luftblasen werden vom Prüfer detektiert, wobei gleichzeitig das leck lokalisiert wird.

Die Lokalisierung des Lecks stellt heute noch einen großen Vorteil dieses Prüfverfahrens dar, allerdings spalten sich die Meinungen, da der Prüfer über dicht oder undicht entscheidet, jedoch wird diese Prüfung trotz ihrer Vorteile toleriert.

Information: Sieht man nach allen 30 Sekunden eine Luftblase, so entspricht das einer Leckrate von ca 10 mbar l/s.

Differenzdruck-Prüfung
Bei der Differenzdruck-Prüfung wird die Prüfung ebenfalls mit Druck beaufschlagt.

Durch eine kurze Beruhigungszeit wird das Ventil von der Druckluftversorgung geschlossen und anschließend durch eine weitere Messzeit wird die Druckdifferenz gemessen.

Ob ein Leck existiert erkennt man durch den Abfall des Drucks.

Diese Prüfung wird zu den kostengünstigsten Methoden in den werkunabhängigen Dichtheitsverfahren gezählt und ist somit die populärste.

Zum Verfahren: Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein indirektes Verfahren.

Aus dem einfachen Grund, da die aus dem Leck austretenden Substanzen nicht detektiert werden, sondern direkt durch die hervorgerufene Druckänderung gelangen.

Allerdings gibt es auch einen Nachteil bei diesem Verfahren.

Einmal die Volumenabhängigkeit, was wiederum bedeutet, dass das gleiche Leck unterschiedliche Druckänderungen bei unterschiedlichen Volumina verursacht.

Zitat: „Während bei einem sehr kleinen Volumen ein kleines Leck bereits eine größere Druckdifferenz hervor ruft, bewirkt das kleine Leck bei einem großen Messvolumen nahezu keine Druckänderung.“

Der Zweite Nachteil ist die Temperaturabhängigkeit, welche ebenfalls eine Druckänderung in einem abgeschlossenen Volumen verursacht.

Das Fazit daraus resultiert, dass eine Temperaturerhöhung zu einem Druckanstieg führt, obwohl ein Leck vorhanden ist. Ist kein Leck vorhanden gibt es ein Temperaturabfall.

Ultraschall-Glasblasen-Detektion  auch als Ultraschall-Leck-Test bekannt
Bei diesem Verfahren wird ein Ultraschallsystem zum Einsatz für die Detektion benutzt, was bei einem Leck austretende Luftblasen signalisiert.

Zitat: „Über die Auswertung der Laufzeit des Ultraschallsignals vom Sender/Empfänger bis zu den Leckblasen können diese vom Ultraschall-Gasblasen-Detektionssystem lokalisiert werden. Damit gehört dieses Verfahren zu den wenigen automatischen Dichtheitsprüfverfahren mit Lokalisierungseigenschaft.“

Es gibt noch Prüfungen, auf die ich aber später noch ansprechen werde.

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Dichtigkeitsprüfung in NRW

Posted in artikel,dichtigkeitsprüfung,Internet,kanalsanierung,Kläranlage by dichtigkeitspruefung on January 25, 2010
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Land NRW verlangt Dichtheitskontrolle / Grundstückseigentümer zahlen.
Nach § 45 Absatz 4 der Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) muss jede private Abwasserleitung auf Dichtheit bis zum Jahre 2015 abgenommen sein.

Mindener Initiative (MI) will Anschlusskosten der Abwasserleitungen für Hausbesitzer aufs Grundstück begrenzen
Pressemitteilung vom 04.12.2006 Mindener Tageblatt

Neues von der Kanalsanierung in NRW
Im Allgemeinen herrscht die Ansicht vor, dass die Kosten für die Sanierung des Abwasseranschlusses bis zur Grundstücksgrenze gehen, da der öffentliche Straßenanschluss durch den Erschließungsbeitrag von der Kommune durchgeführt worden ist. Dem ist aber nicht so. 50% der Kommunen, wie zum Beispiel die Stadt Minden haben die Entwässerungssatzungen so eindeutig geregelt, dass Haus- und Grundbesitzer bis zur Einmündung in das öffentliche Netz verantwortlich sind und dafür die Kosten tragen.

Prüfungsvoraussetzungen und -bedingungenDie Durchsetzung dieser Prüfung seitens der Kommunen ist sehr unterschiedlich und viele Bürger haben lediglich in der Zeitung davon Notiz bekommen. Die ersten Erfahrungen haben gezeigt, das Ganze Prüfungsverfahren ist nicht ausgereift. In einer Kommune sei von 12.000 geprüften Anschlüssen nur einer dicht gewesen. Die ersten Schätzungen der Prüfungskosten von ein paar hundert Euro, jetzt mit 500 Euro sind auch nicht realistisch, weil oftmals der Einbau fehlender Kontrollschächte erforderlich sei und dies am Ende auf einen vierstelligen Bereich hinauslaufe.

Fachleute schätzen, dass 70% aller Hausanschlüsse Mängel aufweisen. Hier müssen Grundstückseigentümer tief in die Tasche greifen.

Was wird geprüft? Alle Grundstückseigentümer (egal, ob mit Kanalanschluss oder Kleinkläranlage) müssen die Dichtheit ihrer Hausanschlüsse nachweisen. Alle Kanalleitungen, und dazu gehören auch die auf Privatgrundstücken verlegten Hausanschlussleitungen, müssen dicht sein, damit das Abwasser schadlos zur Kläranlage gelangt. Fließt Abwasser aus der Leitung, kann der Boden verunreinigt und das Grundwasser verseucht werden. Dringt hingegen Fremdwasser in die Leitungen ein, kommt es zu Überlastungen des Kanalnetzes und der Kläranlagen.

Der HausanschlussIn der Regel besteht der Hausanschluss aus Grundleitungen, Revisionsschacht Anschlusskanal bis zur Grundstücksgrenze und dann den Anschluss an die Städtische Kanalisation.

In der Regel wird das anfallende Abwasser und Regenwasser im Trennsystem oder Mischsystem zum öffentlichen Kanal zugeleitet und abgeführt.

Trennsystem, bedeutet, wenn Abwasser und Regenwasser getrennt abgeführt werden.

Mischsystem dagegen führt Abwasser und Regenwasser in einem Rohr zur Kanalisation.

Pflichten des Grundstückeigentümers

Nach § 45 der Landesbauordnung in Nordrhein-Westfalen sind Abwasseranlagen so anzuordnen, herzustellen und instand zu halten, dass sie betriebssicher sind. Die Dichtheit der Abwasseranlagen ist vom Eigentümer nachzuweisen. Abwasseranlagen sind nach DIN 1986 Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke herzustellen.

Dichtheitsprüfung ist erforderlich.

Bei Neubauten und bei einer Änderung der Grundstücksentwässerungsanlage ist die Dichtheitsprüfung sofort erforderlich und spätestens nach 20 Jahren zu wiederholen.
Bei bestehenden Hausanschlüssen, spätestens jedoch bis zum 31.12.2015
Liegen Hausanschlüsse innerhalb einer Wasserschutzzone, gelten hier Sonderregelungen. Nach §45(5) BauO NW sollte die Dichtheitsprüfung bis zum 31.12.2005 durchgeführt worden sein. Wir schreiben aber das Jahr 2006.

Prüfungsverfahren nach DIN 1986-30

Dichtheitsprüfung mit Wasser

Die einfachste und auch preiswerteste Dichtheitsprüfung ist die mit Wasser oder Luft. In der Regel erfolgt sie mit Wasser. Nach dem Absperren der Leitung wird das Grundleitungssystem geflutet und über einen bestimmten Zeitabschnitt gehalten und der Wasserverlust gemessen. Die Leitung ist dicht, wenn ein vom Rohrmaterial abhängiger Verlust nicht überschritten wird. Fehlen Absperrmöglichkeiten innerhalb der Grundleitungen sind diese ohne weiteres nachträglich einzubauen. Vorteil dieser Prüfung ist der, man kann in eigener Regie selbst eine Vor-Dichtheitsprüfung durchführen und wenn man dadurch marode Grundleitungen vorfindet, auf teuere Reparaturen gänzlich verzichtet und eine andere Lösung findet.

Mit speziellen Geräten ist auch eine Einzeldichtheitsprüfung der Muffenverbindung möglich.

Dichtheitsprüfung durch Reinigung und Optische Inspektion

Bei dieser Dichtigkeitsprüfung sind Reinigung und optische Nachuntersuchung erforderlich.
Diese Voruntersuchungen erfolgen in der Regel ohne Operationen wie (Aufgrabungen und ohne Eingriff in die Bausubstanz.)

Reinigung

Die Reinigung erfolgt durch den Einsatz von Hochdruck-Spüldüsen und können von beiden Seiten, vom Revisionsschacht oder vom Hauptkanal eingesetzt werden.

Optische TV Inspektion

Ist eine optische Inspektion durchführbar lassen sich Schäden wie eindringendes Grundwasser oder Wurzeleinwuchs nachzuweisen. Inder Regel wie vor problematisch wird es wenn verzweigte Leitungssysteme nicht erreicht werden. Nachteile dieser Inspektionen, undichte Rohrverbindungen wie Muffen werden nicht erkannt.

Mit speziellen Geräten ist auch eine Einzeldichtheitsprüfung der Muffenverbindung möglich.

Schadensfeststellung und Behebung

Die Behebung der festgestellten Schäden ist auch abhängig von der Zugänglichkeit des Hausanschlusses oder der Grundleitungen.

Viele Sanierungen können ohne Aufgrabung der Leitung durchgeführt werden, man nennt es das grabenlose Verfahren. Die Sanierung erfolgt von innen. Hierfür ist die Zugänglichkeit von zwei Seiten erforderlich.

Die Sanierungsmöglichkeiten sind vielseitig wie Einzelschäden von Löchern, Risse und Muffen und sogar von kompletten Leitungen von innen.

Schlauchreliningverfahren (kunstharzgetränkter Gewebeschlauch) und Rohrstrangreliningverfahren (flexibler PE-HD-Schlauch). Dies Verfahren kann allerdings nur bei Rohren mit einem Innendurchmesser DN 125 durchgeführt werden. Der Mindestquerschnitt darf nach DIN 1986 von DN 100 nicht unterschritten werden.

Reparaturen

Bei maroden Grundleitungen unter der Bodenplatte ist es empfehlenswert die Leitungen unterhalb der Kellerdecke neu zu verlegen und mit einem Fallrohr durch die Kellerwand wieder nach draußen zu gehen.

Auch Anschlusskanäle können ohne Aufgrabungen ersetzt werden. Man unterscheidet das Berstlingverfahren und das so genannte Bohrverfahren.

Quelle: bau-doch-selber.de

Abwasserleitung

Abwasserleitung

Nach dem eindeutigen Wortlaut ist ein schriftlicher Antrag lediglich für den Anschluss eines Grundstücks an eine Abwasserleitung zu stellen. Er schließt ein Antragserfordernis für bereits angeschlossene Grundstücke aus. Auch spricht der Zweck des Antrags für eine Begrenzung auf noch nicht angeschlossene Grundstücke. Wie durch die Aufzählung der dem Antrag beizufügenden Unterlagen in § 9 I der Satzung deutlich wird, soll der Antrag zur Beurteilung der Frage dienen, ob der beabsichtigten Anschließung Bedenken entgegenstehen können. Entsprechend diesem Zweck ist in § 9 II bestimmt, dass mit der Ausführung der Arbeiten für die Anschlussleitung erst begonnen werden darf, wenn der Antrag genehmigt worden ist. Hier tritt besonders hervor, dass eine Antragstellung für bereits angeschlossene Grundstücke, bei denen also solche Arbeiten nicht anfallen können, als entbehrlich angesehen worden ist.

Ist nach allem zwischen den Parteien ein formloser Vertrag über die Abwasserbeseitigung zustande gekommen, so ist der Bekl. grundsätzlich auch zur Zahlung eines Baukostenzuschusses verpflichtet.

Die Allgemeinen Bedingungen und auch deren Anlage 2 sind Bestandteil des Abwasserbeseitigungsvertrages. Da § 2 AGBG zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch nicht in Kraft getreten war, ist die Einbeziehung der Allgemeinen Bedingungen in das Vertragsverhältnis danach zu beurteilen, ob der Bekl. vom Vorhandensein dieser Allgemeinen Vertragsbedingungen wusste oder hätte wissen müssen und ob für ihn erkennbar war, dass die Kl. nur unter Einbeziehung der ABB abschließen wollte. Diese Voraussetzungen sind hier erfüllt. Die Kl. hat bereits in der Satzung auf die ABB hingewiesen. Im übrigen ist es allgemein bekannt, dass kommunale Versorgungs- und Entsorgungsunternehmen regelmäßig und ausschließlich auf der Grundlage Allgemeiner Geschäftsbedingungen arbeiten. Die Allgemeinen Bedingungen sind daher stillschweigend in den Vertrag mit einbezogen worden. Das gilt auch, soweit sie die Verpflichtung zur Zahlung von Baukostenzuschüssen zum Inhalt haben.

Der Kl. war es rechtlich auch nicht verwehrt, die Verpflichtung zur Zahlung von Baukostenzuschüssen in die Allgemeinen Bedingungen aufzunehmen. Das Kommunalabgabengesetz für Rheinland-Pfalz sieht wie auch die entsprechenden Gesetze anderer Bundesländer bei einer öffentlichrechtlichen Ausgestaltung der Benutzung öffentlicher Einrichtungen ausdrücklich Beiträge zur Deckung der Kosten für ihre Herstellung und ihren Ausbau vor. Es ist unbedenklich, dass die Kl. durch die Allgemeinen Bedingungen eine nach dem Kommunalabgabengesetz zulässige Maßnahme in entsprechender Weise in das privatrechtliche Benutzungsverhältnis übertragen hat. Die Erhebung von Beiträgen und Baukostenzuschüssen ist zudem allgemein üblich und die Anschlussnehmer müssen damit rechnen.

Die Allgemeinen Bedingungen und ihre Anlage 2, die der Senat hier frei auslegen kann, geben der Kl. jedoch keinen Anspruch auf den noch geltend gemachten Baukostenzuschuss. Dabei kann offen bleiben, ob die Kl. im vorliegenden Fall überhaupt dazu berechtigt gewesen wäre, für den Anschluss von Grundstücken an das Kanalisationssystem nachträglich Baukostenzuschüsse zu fordern.

Nach § 1 I Anlage 2 ABB wird das Entstehen einer Zahlungspflicht daran geknüpft, dass der Anschluss an die Abwasserleitung hergestellt wird. Der von der Kl. zur Berechnung des Baukostenzuschusses herangezogene § 1 III lit. b wie auch lit. a entspricht dieser allgemeinen Regel. Da die Grundstücke des Bekl. bereits vor Inkrafttreten der Satzung und der ABB an die Kanalisation angeschlossen waren, hat für ihn eine Zahlungspflicht nach diesen Bestimmungen nicht entstehen können. Der Bekl. ist jedoch verpflichtet, wegen des von der Kl. vorgenommenen Anschlusses der Abwasserleitungen an die Gesamtkläranlage zu berechnenden Baukostenzuschuss zu zahlen.

Aus dem Gesamtzusammenhang der Tatbestände des § 1 III lit. a bis c Anlage 2 ABB lässt sich eine zusätzliche Zahlungsverpflichtung des Bekl. nicht entnehmen. Daraus ergibt sich zwar der Ausgangspunkt der Satzung, dass für Grundstücke, die an eine Abwasserleitung mit Gesamtkläranlage angeschlossen sind, entweder durch Erfüllung der Voraussetzungen des § 1 III lit. b oder des § 1 III lit. a und c Anlage 2 ABB insgesamt ein Baukostenzuschuss angefallen ist, der sich aus einem Grundbetrag von 1000 DM und 2 DM/qm Grundstücksfläche zusammensetzt. Da nach dem Wortlaut des § 1 Anlage 2 ABB aber nur auf Anschlüsse abgehoben wird, die erst unter der Geltung der Allgemeinen Bedingungen hergestellt worden sind und eine Übergangsregelung für bereits früher erstellte Anschlüsse fehlt, besagen diese dem § 1 Anlage 2 ABB zugrunde liegenden Vorstellungen für den hier zu entscheidenden Fall nichts. Die fehlende Übergangsregelung kann — da verschiedene rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten in Betracht kommen — auch nicht im Wege einer ergänzenden Vertragsauslegung gewonnen werden.

Aus dem Gesamtzusammenhang der Tatbestände des § 1 III lit. a bis c Anlage 2 ABB lässt sich eine zusätzliche Zahlungsverpflichtung des Bekl. nicht entnehmen. Daraus ergibt sich zwar der Ausgangspunkt der Satzung, dass für Grundstücke, die an eine Abwasserleitung mit Gesamtkläranlage angeschlossen sind, entweder durch Erfüllung der Voraussetzungen des § 1 III lit. b oder des § 1 III lit. a und c Anlage 2 ABB insgesamt ein Baukostenzuschuss angefallen ist, der sich aus einem Grundbetrag von 1000 DM und 2 DM/qm Grundstücksfläche zusammensetzt. Da nach dem Wortlaut des § 1 Anlage 2 ABB aber nur auf Anschlüsse abgehoben wird, die erst unter der Geltung der Allgemeinen Bedingungen hergestellt worden sind und eine Übergangsregelung für bereits früher erstellte Anschlüsse fehlt, besagen diese dem § 1 Anlage 2 ABB zugrunde liegenden Vorstellungen für den hier zu entscheidenden Fall nichts. Die fehlende Übergangsregelung kann — da verschiedene rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten in Betracht kommen — auch nicht im Wege einer ergänzenden Vertragsauslegung gewonnen werden. Zudem oblag es der Kl. als Verwender der ABB eindeutige und umfassende Regelungen zu treffen. Unklarheiten und Unvollständigkeiten gehen zu ihren Lasten.

Dichtigkeitsprüfung für dich!?

Posted in dichtigkeitsprüfung,Internet,selbst verfasst by dichtigkeitspruefung on January 7, 2010
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Dichtigkeitsprüfung für dich?

Im Internet kursieren mehrere Portale über das große Thema „Dichtigkeitsprüfung“.
Doch es gibt nur wenige, welche auch seriös sind und ihr Aufgabe wirklich in die Tat umsetzen.

Das Portal www.Dichtigkeitsprüfung4you.de befasst sich nicht nur mit Dichtigkeitsprüfung, sondern auch mit Hausanschluss, Kanalsanierung und Dichtheitsprüfung.

Zu Beginn wird der Interessent über die gesetzlichen Vorschriften der einzelnen Bundesländer informiert. Dies ist aus dem Grund schon wichtig, da „Bundesweit nach § 18 b Wasserhaushaltsgesetz in Verbindung mit DIN 1986 – 30 eine Erstprüfung sämtlicher Grundstücksentwässerungsleitungen und Schächte bis spätestens 31.12. 2015 durchzuführen” ist.

Durch diese Änderung hat das Bundesland NRW einen Sonderfall.
“ die nordrhein-westfälische Rechtslage hat sich mit Wirkung zum 31.12.2007 grundlegend geändert.“
(Quelle: Dichtigkeitsprüfung4you.de)

Auch hier gibt es immer mehrere Streit und Kritikpunkte, wer nun für wen zuständig ist.

Sollten sie jedoch keine passende Antwort finden oder den Überblick verlieren, bietet Dichtigkeitsprüfung4you die Möglichkeit an, ihnen sofort zu helfen.

“ Suchen Sie einen kompetenten Fachmann? Dann senden Sie uns eine Email und wir werden Ihnen den entsprechenden kompetenten zuverlässigen Partner benennen.“

Auf das Thema Kanalsanierung wird ebenfalls eingegangen.
Das Portal erklärt die verschiedenen Verfahren und Vorgehensweisen.
Diese Informationen finden Sie unter Kanalsanierung wieder.

Das schlichte Design ermöglicht eine schnelle Übersicht, so dass das was man sucht, sofort gefunden werden kann. Unter dem Punkt „wichtige Fragen“ hat der Interessent ebenfalls die Möglichkeit sich noch über die sieben wichtigsten Fragen zum Thema Dichtheitsprüfung und der Kanalsanierung zu informieren.

Dichtigkeitsprüfung

Posted in dichtigkeitsprüfung,Internet,kanalsanierung by dichtigkeitspruefung on December 23, 2009
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Verbesserte Absetzbarkeit mit bis zu 4000 Euro vom Staat
Die Absetzbarkeit von Handwerksleistungen wird nach dem neuen § 35a Absatz 2 EStG von 20 % von 3.000 Euro (= 600 Euro) auf 20 % von 20.000 Euro (= 4.000 Euro angehoben).
Verfasst von DiCheck Team am 17.08.2009 um 11:45:00 Uhr
Eine Neuregelung bei Handwerkerleistungen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit in Haushalten sieht eine bessere Absetzbarkeit von Reinigungsdienstleistungen vor. Für Privathaushalte bedeutet das, dass die Beauftragung einer Firma nunmehr kaum noch teurer ist, als die Ausführung der Reinigungsarbeiten in unversteuerter Schwarzarbeit.

mehr auf dichtigkeitsprüfung-24.de

Dichtigkeitsprüfung

Dichtigkeitsprüfung? – Portal 1.

Wie jeder Grundsstückbesitzer oder Vermieter bereits erfahren hat, veranlasst die Landesbauordnung NRW, dass jeder Hauseigentümer bis zum 31.12. 2015 eine Zustandsuntersuchung mit Hilfe einer Kamerainspektion nachweisen muss, dass die vorhandenen Abwasserleitungen dicht sind.

Die Pflicht der Überprüfung von privaten Grundstückentwässerungsanlagen wurde 1995 in der Bundesrepublik Deutschland nach der DIN 1986 Teil 30 festgelegt:

“Abwasseranlagen bzw. Grundstückentwässerungsanlagen §18b Wasserhaushaltsgesetz im Verbindung mit §34 Landeswassergesetz müssen nach allgemeinen anerkannten Regeln der Technik, wie z.B. DIN-Normen errichtet und betrieben werden. …“

Betroffen für die Durchführung einer Dichtigkeitsprüfung sind einmal die Neubauten von Hausanschlüssen nach der Einrichtung. Diese Prüfung muss dann erst nach 20 Jahren noch einmal wiederholt werden.

Ebenso betroffen sind bestehende Hausanschlüsse, bei denen eine oder keine Änderung sowie einer Erweiterung mit mehr als 50 Prozent der Grundstückentwässerungsanlage vorgenommen wurde.

Diese Prüfung wurde gesetzliche festgelegt und ist damit ein muss.
Anlass für eine Dichtigkeitsprüfung ist die Hohe Prozentzahl der Schäden von Hausanschlüssen und defekten Kanälen, welche bei circa 20 Prozent in Deutschland liegt. Davon abgesehen ist eine Dichtigkeitsprüfung kostengünstiger durchzuführen, als bei einem Rohrbuch den kompletten Schaden zu finanzieren.

Um sich ausgiebig um das Thema Dichtigkeitsprüfung zu informieren hat das DiCHECK-Team ein Informationsportal rund um das Thema „Dichtigkeitsprüfung“ gelauncht.
Der Besucher, egal ob Hauseigentümer oder Interessent wird auf diesem Portal mit kompetenten, informativen sowie hilfreichen Informationen informiert.
Dort wird genau erklärt wobei es sich bei einer Dichtigkeitsprüfung handelt.
Dem Leser wird mitgeteilt wie genau so eine Dichtigkeitsprüfung funktioniert und welche Aufgaben sie hat.

Ferner klärt DiCheck über die Vorgehensweise der Dichtigkeitsprüfung auf.
Das Dichtigkeitsprüfung-Portal behandelt sekundär auch das Thema „Kanalisierung“, welches über ein großes Reportoir mit ausführlichen Informationen verfügt.

Einen Einblick in die Gesetzeslage steht ebenfalls zur Verfügung. Zu beiden Kategorien spielen Gesetze und Kosten ebenfalls eine große Rolle, welche über das übersichtliche Menü schnell gefunden und somit beantwortet werden kann.
Zum Beispiel teilt DiCheck den Interessenten mit, dass eine bessere Absetzbarkeit von Reinigungsdienstleistungen möglich ist.
“Dichtigkeitsprüfung von der Steuer absetzen und bis zu 4.000 Euro sparen!“

Dichtigkeitsprüfung – DiCheck

Posted in dichtigkeitsprüfung,Internet,kanalsanierung by dichtigkeitspruefung on December 17, 2009
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DiCheck – Das neue Dichtigkeitsprüfungs-Portal im World Wide Web

Der Ein oder andere wird die Seite schon vom Hören und Sagen kennen, jedoch glänzt der neue Relaunch mit glamourösen Kompetenzen.

Interessenten können sich Rund um das Thema Dichtigkeitsprüfung und deren Verwandte, wie zum Beispiel Kanalsanierung ausgiebig informieren.
Ferner informiert dieses Portal, über die Gesetze, welche bei einer Dichtigkeitsprüfung von Nöten und zu beachten sind. Dort werden alle wichtigen Fragen zur neuen Gesetzlichen Grundlage beantwortet.

Bundesweit etablierte sich das Gesetz (Stand 1995) für eine Dichtigkeitsprüfung nach § 18 b – Wasserhaushaltsgesetz in Verbindung mit DIN 1986 Teil 30: Instandhaltung mit der Anweisung eine private Prüfung von Grund oder Hausanschlüsse sowie Kanäle bis spätestens 31.12.2015 durchzuführen. Eine präzise Antwort über die Bundesweiten Gesetze und der Änderungen finden Sie ebenfalls auf DiCheck.

Da die Kanalsanierung ebenfalls ein wichtiger Aspekt der Dichtigkeitsprüfung ist, verweist das Portal ebenfalls auf die Instandhaltung des Kanalsystems auf die zweite Hauptkategorie „Kanalsanierung“ hin. Auch hier findet man dementsprechende Informationen, welche

DiCheck – was im übrigem ein Handwerkliches zertifiziertes Unternehmen ist, bietet nicht nur grandiose Texte mit qualitativen Inhalten an, sondern blendet auch mit Bildern, welche für eine genaure Vorstellung zum Verständnis dient.

Wer nun den Eindruck von zwei festgelegten Themen hat, liegt nicht ganz richtig.
Was nützt einem ein hilfreiches Know-How mit Informationen, wenn man nicht mit der Zeit geht und dementsprechend auf dem Stand der Dinge und der Tatsachen bescheit weiß?
Aus diesem Grund wird der Interessent auch über aktuelle Standarte und Neuigkeiten z.B. vom Staat bezüglich seiner Thematik informiert.

Sollte die eine oder andere Frage nicht beantwortet sein, kann man sich problemlos an den Support wenden.

Wie funktioniert eine Kläranlage?!

Posted in dichtigkeitsprüfung,Kläranlage by dichtigkeitspruefung on December 15, 2009
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Die Vorraussetzung einer Abwasserbehandlung ist das zugeflossene Abwasser in einem Kanalnetz. Dieses Abwasser kommt durch die Kläranlage zustande.
Eine Kläranlage besteht aus mehreren Stufen:

Stufe 1 – Die Reinigungsstufe auch mechanische Abwasserreinigung genannt
Bei dieser Stufe werden ca. 30 Prozent der Schmutzstoffe dem Abwasser durch Rechen, Sandfang und Vorklärbecken entzogen.

Rechen: Das sind diese großen haken, welche den Schmutz vor dem Abfall bzw. vor der „weiterfahrt“ aufhalten und stoppen.

Sandfang: Ist ein Becken oder eine Seeartige Erweiterung sowie Vertiefung eines Gewässers, welches ständig durchflossen wird.

Vorklärbecken: Ist ein Teil der gesamten Kläranlage und dient der mechanischen Reinigung.

Faulturm: Hierbei handelt es sich um ein Turmartiges Gebäude. Diese Turmartigen Behälter kontrollieren die gesteuerte Durchführung der anaerober Abbauprozesse.

Vorgehensweise:
Zuerst fließt das Abwasser durch einen Rechen, diese Reche fängt Papier, Flaschen, Äste und sonstigen Müll ab. Dieser Restmüll wird von einem automatischen Abstreifer entfernt.
Als nächstes verbreitet sich der Abflusskanal im Sandfang. Hier nimmt die Fliessgeschwindigkeit ab. Des Weiteren werden grobe mineralische Sinkstoffe wie z.B. Kies und Sand, welche sich am Boden ablagern beseitigt.
Anschließend wird das Wasser für etwas 2 Stunden im Vorklärbecken zurückgehalten.
Der Sinn des Vorklärbeckens: Hier werden feine Schwimm und Schwebestoffe gesammelt, welche sich dann am Boden als Schlamm absetzen. Dieser Schlamm wird abgesaugt, eingedickt und ferner in einen Faulturm befördert. Dabei wird Stufe 1 von Stufe 2 abgelöst.

Stufe 2 – Die biologische Abwasserreinigung
Belebungsbecken bzw: Belebtschlammverfahren: Ist ein verfahren zur biologischen Abwasserreinigung in Kläranlagen. Hierbei wird das meist kommunale Abwasser durch die Stoffwechsel-Aktivität von Mikroorganismen von organischen Verunreinigungen gereinigt.
Nach der Filterung werden Grobanteile entwässert, separiert und verbrannt.

Nachklärbecken: Ist quasi die letzte Stufe der Abwasserreinigungsanlagen. Sie haben die zentrale Aufgabe die Reinigungsleistung von Kläranlagen zu vollenden. Des Weiteren sind Nachklärbecken Bestandteil von Belebungsbecken.

Eindicker: Ist eine Anlage zur Trennung von Wasser aus Schlämmen zur „Eindickung“ des Schlamms und Reduktion des Schlammvolumens.

Vorgehensweise:
In der biologischen Abwassereinigung wird das vorgereinigte Abwasser aus der Vorklärung eingeleitet.
Der natürliche Vorgang findet in einem Belebungsbecken statt.
Zusammengesetzt wird das Belebungsbecken aus Sauerstoffzufuhren die aus Lebensbedingungen für Kleinlebewesen entstehen.
Diese sind in der Lage gelöste organische Abwasserstoffe in Verbindung mit Luftsauerstoff als Nahrung aufzunehmen und in anorganische Verbindungen wie Kohlendioxid, Wasser und Salz umzuwandeln. Durch Schlammbildung werden diese Verbindungen vermehrt.
Nach einiger Zeit wird das Schlamm-Wasser-gemisch in das Nachklärbecken geleitet.
Die so genannten Schlammflocken sinken in das Nachklärbecken zu Boden und werden ggf. noch einmal in das Belebungsbecken zurück gepumpt oder direkt zur Schlammbeseitigung in den Eindicker weitergeleitet. Nach dem mechanischen und biologischen Vorgang ist das Abwasser jetzt um ca. 90% von biologischen abbaubaren Stoffen gereinigt.

Stufe 3 – Die Phosphatentfernung
Da Abwässer Phosphat und Stickstoffverbindungen enthalten, wird das Gewässer ebenfalls noch verunreinigt. Aus diesem Grund ist eine Abwasserreinigungsstufe von Nöten.

Dieses phosphathaltige Abwasser gelangt aus dem Nachklärbecken vorerst in ein Flockungsbecken. Unter starker Durchmischung in der Fällmitteldosierstation wird gleichzeitig ein Fällmittel mit untergemischt.
Ferner wird der Restschmutz heraus fokussiert so dass sich der Schlamm, welcher eingedickt dem Faulturm zugeführt wird sich im Nachklärbecken absetzen kann.
Bezeichnet wird dieser Vorgang als Nachfällung, er beinhaltet die chemische Reinigung.

Primär wird heutzutage bei der Abwassertechnik auf das biologische Verfahren zur Verminderung des Phosphats im Abwasser gesetzt. Dabei kann die Zugabe von Fällungschemikalien sehr gut eingeschränkt werden.

Die Entfernung von Stickstoffverbindungen wird ebenfalls in dieser Reinigungsstufe eingebunden. Bei dieser Entfernung wird das Belebtschlammbecken in unterschiedlichen Sauerstoffgehalte Zonen aufgeteilt.

In der sauerstoffreichen Zone werden die Amoniumverbindungen in Nitrat übergeführt.
Für die eigentliche Stickstoffentfernung wird das Nitrat in sauerstoffarmen Zonen mikrobiologisch zu Luftstickstoff veratmet, was wiederum bedeutet, dass es entweicht.
Bei diesen Abwasserbelastungen ist eine Filtration notwenig.

Das gereinigte Wasser kann jetzt endlich in den Vorfluter weitergeleitet werden.

Vorfluter: ist eine At Gerinne, in denen Wasser von Abwasser, Regenwasser oder Drainagewasser in ein Gewässer abfließen kann.

Die Letzte und somit der vollendete Prozess – Die Schlammbehandlung und Beseitigung
Der angesammelte Schlamm besitzt etwa ein Wassergehalt von 98 Prozent.
Durch die Hilfe von Eindickern wird die vorhandene Prozentzahl auf 96 Prozent gesenkt und dadurch wird das Volumen halbiert.

Ferner wird der bereits erwähnte Schlamm in ein Faulbehälter befördert, wo er unter Luftabschluss Fäulnisbakterien in einem Gärprozess bei 35 Grad in ein Faulgas erzeugt.
Dieses Gas besteht zu zwei Drittel aus Methan und zu einem Drittel aus Kohlendioxid.
Dieses Gas kann man, wenn man möchte in einem Behälter speichern. Das gespeicherte Gas wird zur Deckung des Energiebedarfs der Kläranlage verwendet.
Nach circa 4 Wochen ist der Schlamm so ausgefault und geruchslos, dass er entweder maschinell durch filtrieren, beim Zentrifugieren oder auf natürliche Weise in Trockenbeeten entwässert werden kann.

Enthält der Schlamm eine geringe Anzahl von Schwermetallen, kann dieser zur Bodenverbesserung in der Landschaft verwendet werden. Ebenfalls wird er in unter anderem auch in Wärmekraftwerken mit oder ohne Hausmüll verbrannt.

Kanalsanierung ohne Bagger und Schaufel

Posted in artikel,Internet by dichtigkeitspruefung on December 14, 2009
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Straßen und Wege gehören zum gewohnten Erscheinungsbild jeder Stadt. Das unterirdische Netz von Abwasserleitungen indes schlummert buchstäblich im verborgenen. Dabei kommen in Deutschland statistisch gesehen auf einen Kilometer Straße zwei Kilometer Kanäle (Städtisches Kanalnetz Deutschland: 450000 km, Straßennetz 231359 km). Schlaglöcher erkennt man. Undichtigkeiten im Kanalnetz mit womöglich belastenden Umweltauswirkungen dagegen treten nur selten offen zu Tage. So unterliegen die Kommunen gesetzlich einer Selbstüberwachungs- und Instandhaltungspflicht. Erfahrungswerte zeigen, dass im Schnitt etwa 15 Prozent der Abwasserleitungen Undichtigkeiten aufweisen.

Bauingenieur Michael Deppe ist bei der Stadt Meinerzhagen für den Bereich Kanalunterhaltung zuständig. Bezüglich des Verhältnisses Straße/Kanal stellt sich die örtliche Situation etwas anders dar als im Bundesdurchschnitt, weil Meinerzhagen eine Flächengemeinde ist. Die Summe der Länge aller städtischen Straßen beträgt ca. 210 km. Das Kanalnetz hat dahingegen “nur” eine Länge von ca. 170 km. Betrachtet man nur die städtischen Straßen, welche mit Kanälen “ausgestattet” sind, sind es in der Summe ca. 100 km. Ihrer Überwachungspflicht kommt die Volmestadt nach, indem im Schnitt jährlich etwa 10 Prozent des städtischen Abwassernetzes durch die Durchfahrung mit TV-Kameras auf Schäden untersucht werden. Ausgehend von den dabei ermittelten Befunden und ihrer Dringlichkeit wird jährlich eine Liste mit Sanierungsmaßnahmen abgearbeitet. Im zu Ende gehenden Jahr 2009 umfasste dieses Programm acht größere Maßnahmen. Im städtischen Haushalt wurden dafür 400000 Euro bereitgestellt.

Ein mittlerweile bewährtes neues technisches Verfahren hilft der Stadt, derartige Maßnahmen deutlich kostengünstiger und vor allem auch unproblematischer von der Abwicklung her durchzuführen: Seit 2003 kommt in Meinerzhagen bevorzugt das sogenannte Inline-Verfahren, oder auch Schlauch-Relining genannt, zur Anwendung. Mit dieser unterirdischen, grabenlosen Methode sind keinerlei Baggerarbeiten oder Erdbewegungen mehr nötig.

“Wir haben jetzt wesentlich kürzere Bauzeiten und beträchtliche Kostenersparnisse”, erläutert Deppe im Gespräch mit der MZ. Am Beispiel einer in dieser Woche an der Ecke Krim durchgeführten Sanierungsmaßnahme lässt sich dieser positive Effekt gut veranschaulichen. Bei der routinemäßigen Kameradurchfahrung waren auf einem Teilstück des von der Gerichtstraße ankommenden, weiter in die Oststraße führenden Hauptsammlers vom Baujahr 1958 mehrere Schäden aufgespürt worden. Die Sanierung in herkömmlicher offener Bauweise hätte nach überschläglicher Kalkulation rund 90000 Euro erfordert – bei einer Bauzeit von mindestens vier Wochen. Dadurch wäre es an diesem neuralgischen innerstädtischen Verkehrsknotenpunkt unweigerlich zu erheblichen Beeinträchtigungen gekommen. Die Stadt schrieb die Maßnahme aus guten Gründen daher in “geschlossener Bauweise” aus. Ein Unternehmen aus dem Rhein-Sieg-Kreis erhielt den Zuschlag und wickelte den Auftrag einschließlich aller Nebenarbeiten in nur drei Tagen ab.

Vereinfacht ausgedrückt erfolgt die Sanierung nach diesem Verfahren wie folgt: Nach der Reinigung des Kanals und der Beseitigung von Hindernissen, wie zum Beispiel Ablagerungen oder einragende Stutzen, wird eine Schutzfolie durch einen Einstiegsschacht in den zu sanierenden Kanal eingezogen. Durch diesen vor mechanischen Beschädigungen geschützt, wird der konfektionierte Inlinerschlauch, der aus Glasfasergewebe besteht und mit lichthärtendem Polyesterharz getränkt ist, mit Hilfe einer Winde vom Start- zum Zielschacht gezogen. Anschließend wird Druckluft durchgeblasen und der Inlineschlauch presst sich formschlüssig an das Altrohr an.

Die Aushärtung erfolgt mittels einer UV-Lichtquelle, die mit einer genau definierten Geschwindigkeit durch den Inliner gezogen wird. Unmittelbar im Anschluss werden die in Betrieb befindlichen Hausanschlüsse und Einläufe wieder aufgeschnitten – im konkreten Fall nach vorheriger exakter Einmessung manuell durch einen Mitarbeiter, der in den sanierten Kanal mit einem maximalen Durchmesser von 90 Zentimetern einstieg. Technisch möglich ist dieser Vorgang auch ferngesteuert mittels Einsatz von Fräsrobotern.

Im Zuge der diesjährigen Kanalsanierung werden insgesamt 650 Meter Kanal mit einem Inliner saniert. Zusätzlich werden 1600 Meter Kanal, welche vereinzelte Schäden aufwiesen, durch Roboter- oder Verpresstechnik oder Partliner (kurze Inliner bis 3 Meter) instandgesetzt

quelle:come-on.de